Die Zuse-Gemeinschaft wird größer. Als neues Mitglied tritt das in Emmerthal bei Hannover ansässige niedersächsische Institut für Solarenergieforschung (ISFH) in den 2015 gegründeten Verband ein. Das ISFH entwickelt mit derzeit 155 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern innovative Technologien für die Solarenergienutzung.

Dreiviertel der Forschungsarbeiten der letzten 5 Jahre wurden in Kooperation mit industriellen Partnern durchgeführt. Das ISFH erforscht und optimiert z. B. die Herstellung von Solarzellen und Photovoltaikmodulen aus Silizium und erreichte dieses Jahr einen Weltrekordwirkungsgrad von 26.1% mit p-Typ Silizium. Für die Nutzung von Solarenergie sind gute Komponenten aber nur eine notwendige Voraussetzung. Deshalb ist das dynamische Verhalten von Energiesystemen, z. B. solcher mit Wärmepumpen, ein anderes wichtiges Forschungsthema am ISFH.

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Nebel, Wissenschaftlicher Vizepräsident der Zuse-Gemeinschaft und Vorstandsvorsitzender des Informatikforschungsinstituts OFFIS, sagte bei der Übergabe der Mitgliedsurkunde der Zuse-Gemeinschaft am 15. März 2018 vor Ort: „Mit dem Institut für Solarenergieforschung gewinnen wir für die Zuse-Gemeinschaft eine renommierte Forschungseinrichtung mit einem exzellenten Ruf als gefragter Forschungs- und Entwicklungspartner für die Solarenergieforschung. Ganz besonders freue ich mich, dass ein weiteres Industrieforschungsinstitut aus Niedersachsen in die Zuse-Gemeinschaft eintritt.“

Auch Prof. Rolf Brendel, Geschäftsführer des Instituts für Solarenergieforschung, ist begeistert über die Aufnahme seines Institutes in die Zuse-Gemeinschaft und fügt hinzu: „Als außeruniversitäres unabhängiges Forschungsinstitut betreiben wir wichtige zukunftssichernde Forschung zur Unterstützung der Energiewende. Über die Mitgliedschaft in der Zuse-Gemeinschaft freue ich mich, weil sie einerseits helfen wird, neue spannende Forschungspartner zu gewinnen und weil sie anderseits helfen wird, die Stärke der vielen kleinen und unabhängig organisierten Forschungseinrichtungen in Deutschlands sichtbarer zu machen und ihnen eine Stimme zu geben.“

Pressemitteilung der Zuse-Gemeinschaft vom 15. März 2018