Seit 1995 wird jährlich zur Förderung innovativer Leistungen des wissenschaftlich – technischen Nachwuchses auf dem Gebiet der Umformtechnik der Dr.-Rolf-Umbach-Preis ausgelobt und vergeben. Die Preisverleihung fand in diesem Jahr virtuell im Rahmen der 27. Sächsischen Fachtagung Umformtechnik zum Thema „Beiträge der Umformtechnik für eine nachhaltige Mobilität“ statt.

Jost Zubrytzki, Absolvent der Hochschule für Technik und Wirtschaft im Studienfach Produktionstechnik, wurde beim 27. Sächsischen Preis für Umformtechnik für seine vom Institut für Holztechnologie Dresden (IHD) betreute Diplomarbeit zum Thema: „Untersuchungen zum Verdichten von Birkenfurnier und deren Einfluss auf ausgewählte Festigkeitseigenschaften“ mit dem 3. Platz ausgezeichnet.

Die Grundlage der Diplomarbeit von Jost Zubrytzki beruht auf einem Patent von Dr.-Ing. Wilhelm Klauditz. Das patentierte Verfahren, bei dem Pappelfurnier chemisch behandelt, rein kaltverdichtet und abschließend getrocknet wird, wurde im Rahmen der Diplomarbeit am IHD erfolgreich nachgestellt. Unterstützung erhielt Herr Zubrytzki dabei durch Kollegen aus dem Fachgebiet Chemie (Sebastian Kniep, – chemischer Aufschluss und Verfahren, Dr. Martin Fischer - Bereitstellung der Grundlagen Literatur), dem Fachgebiet Werkstoffe (mit seiner Pressentechnik und dem Fachwissen), sowie dem Fachgebiet Physik (Ellen Faust – Prüfung Probenmaterial, Ute Bogatzki – Anmischen der Lauge, Stefan Feuersenger – fachliche und praktische Betreuung). Dass das Verfahren bzw. deren Modifikation erfolgreich war, zeigte sich am erhaltenen Material in Form

  • einer Überführung des inhomogenen in ein annähernd homogenes Holzgefüge,
  • der erheblichen Steigerung der Zugfestigkeit um mehr als das Dreifache sowie in der
  • Erhöhung der Biegefestigkeit um rund 50 Prozent

Zusätzlich wies das modifizierte Material eine signifikante Steigerung seiner Flexibilität und Biegsamkeit auf. Im Rahmen der Diplomarbeit konnte in das Material während des Verdichtens erfolgreich eine Wellengeometrie eingebracht werden. Weiterhin konnte die Zugfestigkeit des Birkenfurniers durch die Modifikation stark erhöht werden, wodurch es jetzt mit einer Reihe an metallischen und nichtmetallischen Werkstoffen konkurrieren kann.

Pressemitteilung des IHD vom 06.04.2021.