Vita von Prof. Dr. Jens Schrader, Vorstandsvorsitzender Stiftung DECHEMA-Forschungsinstitut

Prof. Dr. Jens Schrader (Jahrgang 1966) studierte Diplom-Biotechnologie an der TU Braunschweig und promovierte im Jahr 1997 über ein Thema zur biotechnologischen Nutzung von Abfall-Biomassen an der TU Dortmund. Die experimentellen Arbeiten hierzu führte er am Karl-Winnacker-Institut der DECHEMA in Frankfurt am Main durch.

Es folgten einige Jahre als Postdoc bei der DECHEMA, bis Herr Schrader 2001/2002 als Gastwissenschaftler für 8 Monate an die University of California in Berkeley, USA, wechselte. Hier befasste er sich im Department of Chemical Engineering mit der Enzymkatalyse in technischen Medien. Nach seiner Rückkehr an die DECHEMA baute Herr Schrader die biotechnologische Forschung an der Naturstoffklasse der Terpene und zur Gewinnung natürlicher Riech- und Aromastoffe aus. Im Jahr 2006 übernahm er die Leitung der Arbeitsgruppe Bioverfahrenstechnik. Im Jahr 2009 wurde Herr Schrader in die Institutsleitung berufen. Im gleichen Jahr habilitierte er sich im Fachbereich Biowissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, die ihm im Jahr 2014 den Titel eines außerplanmäßigen Professors verlieh. Im Jahr 2011 erhielt Herr Schrader den Otto-von-Guericke-Preis der AiF (BMWi) für die Entwicklung eines Verfahrens zur biotechnologischen Wertschöpfung aus Lebensmittelreststoffen.

Im Rahmen einer Umstrukturierung der DECHEMA im Jahr 2012 wurde Herr Schrader in den Vorstand des DECHEMA-Forschungsinstituts, Stiftung bürgerlichen Rechts, bestellt, dem er heute als Vorsitzender angehört. Seit 2018 ist Herr Schrader Mitglied des Innovationsrats der Zuse-Gemeinschaft und wurde 2019 als einer von drei Vertretern des Innovationsrats in den Senat der Zuse-Gemeinschaft gewählt. Herr Schrader engagiert sich in den Arbeitsausschüssen „Evaluierung“ und „Strategie und Umsetzung“ und ist Mit-Initiator des Clusters „Bioökonomie“ der Zuse-Gemeinschaft.