Berlin, 2. September 2026 – Die Deutsche Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse e.V. unterstützt die Initiative des Berliner Forschungsnetzwerks zur Stärkung der Freiheit von Wissenschaft und Forschung und hat das heute veröffentlichte Positionspapier mitgezeichnet.
„Freie Wissenschaft und Forschung sind unverzichtbar für eine resiliente Demokratie, technologische Souveränität und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands“, betont die Zuse-Gemeinschaft. Politisch oder ideologisch motivierte Eingriffe in Forschung und Innovation gefährdeten die Freiheit wissenschaftlichen Arbeitens und damit zugleich die Innovationsfähigkeit des Standorts Deutschland.
Aus Sicht der Zuse-Gemeinschaft muss die Debatte um Wissenschaftsfreiheit zugleich die besonderen Rahmenbedingungen der anwendungsorientierten Forschung berücksichtigen. Die gemeinnützigen Industrieforschungseinrichtungen sind auf verlässliche, planbare und unterbrechungsfreie Fördermechanismen angewiesen. Nur so können sie ihre wichtige Brückenfunktion zwischen Wissenschaft und Wirtschaft erfüllen und Forschungsergebnisse erfolgreich in Innovationen und Wertschöpfung überführen. Von besonderer Bedeutung ist daher eine bedarfsgerechte und verlässliche Ausstattung der zentralen Förderprogramme des Bundes – insbesondere INNO-KOM, ZIM und IGF. Dazu gehören auskömmliche Haushaltsmittel ebenso wie ausreichende Verpflichtungsermächtigungen, um Forschungsvorhaben verlässlich planen und durchführen zu können.
Die Zuse-Gemeinschaft wird sich auch künftig gegenüber Politik, Ministerien und Öffentlichkeit dafür einsetzen, Wissenschaftsfreiheit, verlässliche Forschungsförderung und gute Rahmenbedingungen für anwendungsorientierte Forschung zusammenzudenken.
Das Positionspapier zur Wissenschaftsfreiheit ist hier abrufbar.
Über die Zuse-Gemeinschaft
Die Deutsche Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse e.V. ist der Verband der gemeinnützigen, privatwirtschaftlich organisierten Forschungseinrichtungen in Deutschland. Ihre rund 80 Mitgliedsinstitute forschen anwendungs- und transferorientiert und entwickeln gemeinsam mit Unternehmen Lösungen für aktuelle technologische und gesellschaftliche Herausforderungen. Die Zuse-Gemeinschaft vertritt die Interessen der industrienahen Forschung gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit.