Die Würzburger Institute der Zuse-Gemeinschaft – das Kunststoff-Zentrum SKZ und das Bayerische Zentrum für angewandte Energieforschung e. V (ZAE Bayern) – beteiligten sich gemeinsam am ersten ZUSE-TAG REGIONAL, der bundesweiten Leistungsschau unter dem Motto „Forschung die ankommt“ am 20.9.2018.

Die Deutschland-Premiere des ZUSE-TAG REGIONAL  nutzten acht Thüringer Forschungseinrichtungen, die Mitglied der Deutschen Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse sind, für ein Netzwerktreffen in Rudolstadt und Meura. Veranstaltet vom Forschungs- und Technologieverbund Thüringen e.V. (FTVT) kamen Vertreter vom CiS Erfurt, IAB Weimar und fzmb Bad Lagensalza mit Kollegen vom ifw, INNOVENT und RBI (alle Jena) sowie dem GFE Schmalkalden zunächst am Rudolstädter TITK zusammen.

Beim ZUSE-TAG REGIONAL war auch die Schiffsbauversuchsanstalt Potsdam (SVA) dabei. Zu Gast am 20. September: Die Bundestagsabgeordnete Manja Schüle (SPD), Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Die SVA liegt im Wahlkreis der direkt gewählten Brandenburgerin.

Nachhaltige Industrieforschung für den Mittelstand: Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung in Denkendorf (DITF) als Mitglied der ZUSE-Gemeinschaft in der Region Stuttgart wählten für den ZUSE-TAG REGIONAL am 20. September 2018 das Leitthema Digitalisierung und Industrie 4.0.

Am 20. September öffneten die Institute der Zuse-Gemeinschaft ihre Türen für die Politik. Am Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gGmbH informierte sich die hannoversche SPD-Bundestagsabgeordnete Yasmin Fahimi über die Forschung zur Produktionstechnik.

Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Gast des Zuse-Tages in Magdeburg Für den Zuse-Tag Regional am 20.09.2018 taten sich in Magdeburg die beiden dort ansässigen Institute PPM – Pilot Pflanzenöltechnologie Magdeburg e.V. und ifak – Institut für Automation und Kommunikation e.V. mit einem Gesprächs-, Vortrags- und Besichtigungsangebot zusammen.

Das SKZ untersucht die Tauglichkeit einer neuen zerstörungsfreien Prüfmethode für den Rohrleitungsbau. Bis Oktober 2019 soll in Kooperation mit Netzgesellschaften und Rohrherstellern das Verfahren zur Prüfung von Schweißnähten untersucht und gegebenenfalls validiert werden.

Kollisionsvermeidung ist eine der wichtigsten Aufgaben in der maritimen Navigation. Die ständig steigende Verkehrsdichte auf See sowie immer größere Schiffe machen diese Aufgabe besonders anspruchsvoll und belasten das Brückenpersonal erheblich. Daher hat das Konsortium um das Oldenburger OFFIS - Institut für Informatik, Raytheon Anschütz, AIRBUS und weitere Forschungspartnern ein intelligentes Assistenzsystem entwickelt, das Nautiker bei der Navigation und Kollisionsvermeidung unterstützt.

An den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung (DITF) wurde ein Messgerät zur Wärmebilanzierung (MWB) entwickelt, das den Wärme- und Feuchtetransport über die menschliche Haut nachahmt. Damit lassen sich Wärme- und Feuchteaustausch experimentell ermitteln.

Jenaer, Dresdner und Tomsker Wissenschaftler haben im Rahmen eines internationalen Forschungsprojektes untersucht, inwiefern atmosphärische Plasmen bei der Oberflächenmodifizierung von holzbasierten Werkstoffen nützlich sein können. Die erzielten Ergebnisse sind für eine Vielzahl von Anwendungen relevant.

Das Laser-Laboratorium Göttingen und U-NICA haben gemeinsam ein neuartiges Verfahren entwickelt, um Original-Produkte gegen Fälschungen zu schützen. Das innovative Verfahren ermöglicht es, in Spritzgussteile aus Kunststoff schillernde, schwer nachzuahmende Markierungen einzuprägen.

Forscher in Hannover entwickeln mobiles Mensch-Maschine-Konzept: In der Fabrik der Zukunft arbeiten Menschen und Maschinen Hand in Hand. Fahrerlose Transportsysteme sind nicht neu, benötigen jedoch regelmäßig menschliche Hilfe. Wissenschaftler am Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gGmbH arbeiten deshalb an einer Schnittstelle, damit Mensch und Maschine effizient zusammenarbeiten können.

Das FIR an der RWTH Aachen hat zusammen mit acht Partnern einen "Leitfaden Lean Services – Professionalisierung des Dienstleistungsgeschäfts" erarbeitet, der nun als DIN SPEC 77007 veröffentlicht wurde. Der Standard unterstützt Unternehmen beim Aufbau und der Weiterentwicklung ihrer Dienstleistungsorganisation nach Lean-Management-Prinzipien. Insbesondere für industrielle Dienstleistungen, aber auch für andere Dienstleistungsbranchen steigert dieser Leitfaden die Effizienz und Effektivität im Service. Dabei stehen die Prinzipien des Aachener Lean-Services-Zyklus, der am FIR entwickelt wurde, im Zentrum.

Die Deutsche farbwissenschaftliche Gesellschaft (DfwG) lädt zur 44. Jahrestagung vom 8. bis 10.Oktober 2018 nach Bönnigheim. Gastgeber ist in diesem Jahr die Hohenstein Laboratories GmbH & Co. KG, führend auf dem Gebiet der Textilprüfung und Textilforschung.

Hannover, 24. Juli 2018. Wie das Prozessmodell der Fabrikplanung, eine Materialflussanalyse, die Strukturierung einer Fabrik oder die Gestaltung eines Layouts funktionieren, erlernen Fach- und Führungskräfte im Praxisseminar Fabrikplanung. An zwei Tagen vermitteln Experten grundlegende Kenntnisse darüber, wie Fabriken heute für die Zukunft konzipiert werden und weshalb Wandlungsfähigkeit mehr als Flexibilität ist. Interessante Theorieteile, Praxisbeispiele und Workshops runden das Programm ab. Die Veranstaltung findet am 10. und 11. Oktober 2018 im Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH) statt. Anmeldeschluss ist der 25. September 2018.

Schon seit über zehn Jahren beschäftigt sich das SKZ zusammen mit seinen Partnern intensiv mit Technologien, die man heute unter der Bezeichnung Industrie 4.0 zusammenfasst. Schon damals entstand das Konzept einer Modellfabrik 2020, das heute aktueller ist denn je. Vor Kurzem wurde das SKZ nun als offizielle Testumgebung für Industrie 4.0 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) klassifiziert.

Wie können Sensor-, Software- und Mikrosystemtechnologien eingesetzt werden, um die Transportlogistik sicherer zu machen? Führende Ideenschmiede für diese Fragestellung in Deutschland ist ein interdisziplinäres Unternehmensnetzwerk unter Federführung des RIF Institut für Forschung und Transfer, Dortmund. Vor zwei Jahren gestartet, sind bereits vier Produkte entstanden. Weitere Produktinnovationen aus den Bereichen Leichtbau, Digitalisierung und Automatisierung haben sich im Systemcheck hinsichtlich praxis-gerechter Anwendbarkeit, technologischer und wirtschaftlicher Machbarkeit so weit bewährt, dass das Innovationsnetzwerk nun seine erfolgreiche Arbeit mit erneuter Unterstützung des Bundeswirtschaftsministeriums weiter fortsetzen und erweitern kann.

Wer viel am Bildschirm arbeitet, kennt das Problem: Draußen strahlt die Sonne, aber drinnen arbeitet man trotzdem hinter Verdunkelungen bei künstlichem Licht. Eine paradoxe Situation, die unnötig viel Energie verbraucht und obendrein das menschliche Wohlbefinden beeinträchtigt. Doch damit könnte bald Schluss sein. Denn das RIF Institut für Forschung und Transfer, Dortmund, entwickelt mit Partnern aus Forschung und Industrie ein innovatives, ökologisch wie ökonomisch zukunftsweisendes Lichtsystem weiter, das in herkömmliche Doppelglasfenster oder Fassadenelemente integriert wird. Die Idee: Mikrostrukturen aus Acrylglas lenken vorhandenes Sonnenlicht blendfrei in dunkle Raumbereiche – dieses wird bei Bedarf mit LED-Licht flexibel ergänzt.

Der Wechsel zu neuen Produktionsmethoden ist für die Industrie immer auch mit Risiken verbunden. Beim mehrdirektionalen Schmieden lassen sich beispielsweise die Standzeiten der Schieberwerkzeuge und damit die Kosten bislang kaum abschätzen. Um hier für Klarheit zu sorgen, arbeiten Wissenschaftler am Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gGmbH daran, mithilfe von Simulationen und praktischen Versuchen die Schadensanfälligkeit der Schieberwerkzeuge zu bestimmen und eine Konstruktionsrichtlinie zur Standzeiterhöhung zu erstellen.

Wenn der deutsche ESA-Astronaut Dr. Alexander Gerst am 6. Juni 2018 zu seiner „Horizons“ Mission zur Internationalen Raumstation ISS startet, erwarten ihn dort zahlreiche Experimente. Beim Projekt Spacetex2 finden bekleidungsphysiologische Untersuchungen statt, die erstmals das Zusammenwirken von Körper, Bekleidung und Klima unter Schwerelosigkeit im Hinblick auf den Tragekomfort erforschen.

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