Im Rahmen eines Anfang März 2018 am SKZ gestarteten Forschungsvorhabens werden die Einflüsse praxisrelevanter dynamischer, mechanischer und klimatischer Belastungen auf vibrationsgeschweißte Kunststoffbauteile untersucht. Insbesondere die Dauer-Festigkeiten der Schweißverbindungen stehen dabei im Fokus.

Das Schweißen von Kunststoffteilen mittels Vibration ist ein sehr schnelles Fügeverfahren und wird vor allem in der Automotive- und Elektronik-Branche für die Serienproduktion eingesetzt. Häufig sind die geschweißten Bauteile in der Anwendung schwankenden mechanischen und klimatischen Belastungen ausgesetzt, wie z. B. Vibrationen oder Tag-Nacht-Wechsel. Diese dynamischen Belastungen können bereits bei wesentlich geringeren Spannungen und Verformungen bzw. Temperaturwechseln zum Versagen eines Bauteils führen als äquivalente statische Belastungen.

Ziel des Anfang März 2018 gestarteten Forschungsvorhabens ist die Ermittlung von Abminderungsfaktoren, die quantitativ beschreiben, wie stark die Schweißverbindungen verschiedener Kunststoffe, abhängig von den Schweißparametern durch die unterschiedlichen Langzeitbeanspruchungen in Form von zyklischen mechanischen Belastungen und Klimawechseln, gegenüber ihrem ursprünglichen Zustand geschwächt werden. Die resultierenden Erkenntnisse werden dann genutzt, um kunststoffverarbeitenden Unternehmen Handlungsempfehlungen zur konstruktiven Auslegung vibrationsgeschweißter Kunststoffbauteile zu geben.

Interessierte Unternehmen sind herzlich eingeladen, im projektbegleitenden Ausschuss des Forschungsvorhabens kostenlos mitzuwirken und die Untersuchungen in dem Forschungsvorhaben mitzugestalten sowie sich über die aktuellen Ergebnisse zu informieren.

Das Vorhaben 19845 N der Forschungsvereinigung „Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum e. V.“ wird über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschung (AiF) im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Pressemitteilung des SKZ vom 6. November 2018

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