Der Bundestagsabgeordnete Jens Lehmann (CDU) hat das Sächsische Institut für die Druckindustrie (SID) besucht. Dabei bekam der mehrmalige Welt- und Deutsche Meister sowie Olympiasieger im Radsport einen tiefen Einblick in die Arbeit der Forschungseinrichtung in seinem Wahlkreis.

Dr. Jürgen Stopporka, Geschäftsführer des SID, präsentierte das Institut mit seiner über 25-jährigen Geschichte als kompetenten und innovativen Partner für unterschiedlichste Entwicklungsaufgaben. Als gemeinnützige, industrienahe Forschungseinrichtung, deren Hauptaufgabe in der Unterstützung und Weiterentwicklung der Druckbranche im weitesten Sinne besteht, ist das Institut auch daran interessiert, die bestehenden Beziehungen zu Vertretern aus der Politik auszubauen und zu intensivieren.

Aktuelle Forschungsfelder
Während eines Rundgangs durch die Räumlichkeiten beim Besuch am 13. November 2018 wurden aktuelle Projekte vorgestellt, wodurch die Breite der Aktivitätsfelder deutlich wurde. Aus der anfänglichen Skepsis, was es im Bereich der Druckindustrie überhaupt noch zu forschen gibt, entstand in der Diskussion schnell die Überzeugung, dass wachsende und ganz neue Einsatzgebiete der verschiedenen Drucktechnologien auch umfangreiche Aufgaben für Forschung und Entwicklung bereithalten. Dabei geht es um Themen der Ökologie zur Ressourcenschonung und Reduzierung von Emissionen, die Einsetzbarkeit neuer digitaler Drucktechnologien für etablierte Druckerzeugnisse oder auch den Anwendungsbereich industrieller Druck wo Werkstoffe aller Art mit Beschriftungen, Kennzeichnungen oder Dekoren versehen werden. Durch diese Erläuterungen wurde Herrn Lehmann sehr deutlich, dass es sowohl in den Bereichen der klassischen Druckindustrie wie auch in der Anwendung neuer digitaler Drucktechnologien auch in Zukunft eine Fülle von Aufgabenstellungen und Herausforderungen geben wird.


In dem gemeinsamen Gespräch wurde gleichzeitig klar, dass diese Art von Forschungs- und Entwicklungsthemen, deren Ergebnisse der gesamten mittelständischen Industrie zugutekommen sollen, nur mit der Unterstützung aus Fördermittelprogrammen zu bewältigen ist. Auch aus diesem Grund ist der regelmäßige Kontakt des SID zu Vertretern aus Bundes- und Landespolitik von großer Bedeutung, um aufzuzeigen, was im Ergebnis der mit öffentlichen Mitteln geförderten Projekte entstanden ist und wie die mittelständische Wirtschaft davon profitiert.

Unmittelbare Umsetzung von Entwicklungsprojekten
Besonders beeindruckend für Jens Lehmann war es zu erfahren, dass für viele der im SID bearbeiteten Entwicklungsprojekte eine unmittelbare Umsetzung der Ergebnisse in der Praxis greifbar und sichtbar ist. So wird zum Beispiel die im SID entwickelte Gerätetechnik bei der PITSID Polygraphische innovative Technik Leipzig GmbH produziert und vermarktet. Auf diese Weise können die Entwicklungsingenieure die Überführung ihrer Forschungsergebnisse in die Industrie unmittelbar verfolgen. Als aktuelles Beispiel wurde Jens Lehmann beim Rundgang eine automatische Druckplattenbiegeeinrichtung APB vorgestellt, die an speziellen Offsetdruckmaschinen mit Sleeve-Technologie zum Einsatz kommt und bezüglich ihrer Performance deutlich über den bisherigen Stand der Technik hinausgeht.

Der Besuch im SID war für den Bundestagsabgeordneten Jens Lehmann eine Möglichkeit seinen Überblick über die wissenschaftliche Arbeit und die Rahmenbedingungen der gemeinnützigen Industrieforschungseinrichtungen zu erweitern und diese Erkenntnisse im Rahmen seiner weiteren politischen Arbeit zu nutzen.

Pressemitteilung des SID