Anlässlich des diesjährigen OFFIS-Tages am 26. Juni 2018 trafen sich rund 150 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Dialog mit der Wissenschaft. Der Nachmittag stand unter dem Motto „Digitalisierung der Gesellschaft“.  „Es ist richtig und gut, dass die Digitalisierung nun seitens Wirtschaft und Politik als eine der größten Herausforderungen unserer Gesellschaft wahrgenommen wird“, hob Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Nebel, Vorstandsvorsitzender des OFFIS, in seiner Begrüßung der anwesenden Gäste hervor. Insbesondere freute er sich, Björn Thümler, den Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur, und Dr. Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen, im Haus begrüßen zu dürfen.

Die niedersächsische Landesregierung hat das Thema Digitalisierung mit an die erste Stelle gesetzt. Minister Thümler betonte in seinem Grußwort „Wenn wir die digitalen Möglichkeiten nutzen wollen, um Innovationen für unser Land auf den Weg zu bringen, dann wird Digitalisierung zur Gestaltungsaufgabe für Wissenschaft und Forschung.“ Die Digitalisierungsoffensive der Landesregierung umfasst mehrere Maßnahmen. In ihrem Koalitionsvertrag hat sich die Niedersächsische Landesregierung unter anderem dafür ausgesprochen, dass das OFFIS künftig in Kooperation mit dem Forschungsinstitut L3S in Hannover zu einem landesweit agierenden Kompetenzzentrum für Digitalisierung entwickelt wird. Hier sollen Forschung und Anwendung der Digitalisierung unter einem Dach gebündelt werden.

„Mit dem Kompetenzzentrum möchten wir ein Netzwerk bestehender Einrichtungen schaffen, das seine Geschäftsstelle am OFFIS in Oldenburg hat. In virtuellen ‚Zukunftslaboren‘ sollen Wissenschaftler der unterschiedlichen niedersächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen ihre fachliche Exzellenz in konkreten Forschung- und Anwendungsfragen einbringen“, so der Minister weiter. „Wir streben an, die Arbeit des Kompetenzzentrums mit Mitteln des Niedersächsischen Vorab mit einem nennenswerten zweistelligen Millionenbetrag finanziell zu unterstützen.“ Geplant sei, dass das Kompetenzzentrum Anfang 2019 startet. Außerdem solle die Grundfinanzierung des OFFIS um 1,6 Millionen Euro auf insgesamt 5 Millionen Euro pro Jahr erhöht werden.

Der OFFIS-Vorstandsvorsitzende Professor Dr.-Ing. Wolfgang Nebel zeigte sich entsprechend erfreut über die zusätzlichen Mittel: „Die Aufstockung unserer Grundfinanzierung sehen wir als Bestätigung unserer erfolgreichen Arbeit der Vergangenheit. Sie gibt uns die Möglichkeit, unseren Auftrag mit zusätzlichen Ressourcen deutlich zu verstärken.“ Und Nebel ergänzt: „Wir haben darüber hinaus ein Konzept entwickelt durch das sich Studierende, Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, Unternehmen und Gründerinnen und Gründer treffen und gemeinsam an Ideen für unsere Zukunft experimentieren und arbeiten können.“ Gemeint ist damit der geplante IT-Campus Oldenburg, der ein perfektes Umfeld schaffen würde, in dem Innovationen erdacht, erforscht, erprobt und vor allem auch praktisch umgesetzt werden können. Die regionale Wirtschaft und Politik unterstützen das zukunftsträchtige Projekt bereits mit Nachdruck. Nun gilt es gemeinsam, ein Finanzierungskonzept für dieses Vorhaben zu entwickeln.

„Mit der Universität Oldenburg als landesweit führender Hochschule der Lehre und Forschung in der Informatik, dem OFFIS und möglichen weiteren Ansiedlungen außeruniversitärer Forschungseinrichtungen sowie der Vernetzung mit den anderen IT-Standorten des Landes durch das Kompetenzzentrum besitzt Oldenburg für einen solchen Innovationshub die besten Voraussetzungen“, so Nebel.
So werden in den nächsten Wochen weitere Gespräche geführt, um die nächsten Schritte des Projekts IT-Campus abzustimmen.

OFFIS-Pressemitteilung vom 4. Juli 2018