Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert Hahn-Schickard mit insgesamt 4,1 Millionen Euro für den Ausbau der Geräteinfrastruktur in der Mikrosystemtechnik. Die Mittel stammen aus dem Programm „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung zur Unterstützung der Krisenbewältigung im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie und zur Vorbereitung einer grünen, digitalen und stabilen Erholung der Wirtschaft (REACT-EU)“ der Europäischen Union.

Mit 1,6 Millionen Euro wird das Hahn-Schickard-Institut in Villingen-Schwenningen unterstützt. Dort sollen Geräte für die Erforschung von neuartigen Formen audiovisueller Kommunikation beschaffen werden. Diese neue Form der Mikroakustik soll virtuelle Kommunikation in der Zukunft noch komfortabler machen.

Das Hahn-Schickard-Institut in Stuttgart erhält eine Förderung in Höhe von 800.000 Euro für den Aufbau einer vernetzten und sensorgestützten digitalen Pilotlinie für die Fertigung von individualisierten Sensoren und Mikrosystemen mit Hilfe von digitalen und additiven Fertigungstechnologien.

Auf das Hahn-Schickard-Institut in Freiburg entfallen 1,25 Millionen Euro zur Beschaffung von Forschungsgeräten zur Digitalisierung von Prozessketten in der molekularen Diagnostik. Damit wird ein Beitrag zur Digitalisierung im Gesundheitswesen durch Flexibilisierung und Individualisierung von Produkten und Prozessen in der Personalisierten Medizin geleistet. Der Forschungsbereich der digitalen markierungsfreien Histopathologie, also der Analyse von Gewebeproben, am Standort Ulm soll mit 450.000 Euro ausgebaut werden. Die Förderung leistet einen Beitrag, die Datenübermittlung in Kliniken zu automatisieren.

Hahn-Schickard-Geschäftsführer Clemens Pecha richtete seinen Dank an die Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: "Technologischer Fortschritt und Innovationen fußen nicht nur auf fachlicher Kompetenz, sie benötigen auch eine Gerätebasis, die auf dem Stand der Technik ist. Diese großartige finanzielle Unterstützung für alle unsere Standorte wird uns dabei helfen, neue Geräte-Investitionen zu tätigen."

Die Mittel aus REACT-EU erlaubten es, Vorhaben umzusetzen, die ansonsten nur schwer oder gar nicht möglich wären, etwa weil Bundes- oder Landesmittel dafür nicht zur Verfügung stehen. Die Förderung aus REACT-EU sei umso hilfreicher, als keine ergänzende Finanzierung seitens des Landes oder der geförderten Forschungseinrichtungen nötig sei, so die Ministerin. „Mit diesen Vorhaben setzen wir zielgerichtet Impulse mit möglichst hoher Multiplikator-Wirkung für eine stabile Erholung der Wirtschaft im Sinne des European Green Deal. Zugleich unterstützen wir die Innovationsfähigkeit insbesondere unserer kleinen und mittleren Unternehmen“, sagte die Wirtschaftsministerin.

Pressemitteilung von Hahn-Schickard vom 16.12.2021.