Das FIR erforscht zusammen mit Partnern aus der Wirtschaft und der Forschung im Projekt Smart-Farming-Welt, wie die herstellerübergreifende Vernetzung in der digitalisierten Landwirtschaft gestaltet werden kann. Im Vordergrund steht die Verbesserung der Produktivität landwirtschaftlicher Betriebe und des gesamten Wertschöpfungsnetzwerks.

Wie ein neuer Sensor am Melkstand merkt, wann es an der Zitze Zeit für den Gummi-Wechsel ist: Das Melken von Hand ist auf deutschen Bauernhöfen lange passé. Wenn Morgen für Morgen und Abend für Abend das Melkzeug an Deutschlands Kühe kommt, so pumpt es Milch für Müsli und Käse aus mehr als vier Millionen Eutern und über 16 Millionen Zitzen. Einziges direktes Kontaktstück zwischen Tier und Technik: Das Zitzengummi, das mit seinem Pulsieren für den Abfluss der Milch aus dem Euter sorgt.

Berliner Forscher mit Alternative zu Kokos- und Steinwolle im Gartenbau: Von der Anzucht bis zur Ernte brauchen Pflanzen im Gartenbau viel Pflege. Mit InnoWoll hat das Institut für Agrar- und Stadtökologische Projekte an der Humboldt-Universität zu Berlin (IASP) nun Produkte auf Basis von Schafwolle mit vielen Vorteilen entwickelt.

Verzicht auf Antibiotika in der Tierzucht – ganz am Anfang beginnen: Für die Ernährungsindustrie beginnt die Qualität ihrer Produkte schon im Stall und zwar nicht erst bei den Ferkeln, sondern auch schon bei deren Müttern und Vätern. Dazu gehört ein geringer Krankheitsdruck bei den Tieren, aber auch der Verzicht auf vermeidbare Medikamentengaben. Einen Beitrag zur Erreichung dieser Ziele könnten alternative antimikrobielle Konzepte bei der Verwendung von Ebersperma leisten.

Industrie 4.0, die Idee der intelligenten, dezentralen Organisation soll jetzt auch in der Forst- und Holzwirtschaft Abläufe verbessern und neue Geschäftsmodelle erschließen. Das „Internet der Dinge im Wald“ wird dafür sorgen, dass der Rohstoff Holz nachhaltiger und passgenauer als bisher bereitgestellt wird. Dafür bereitet das RIF Institut für Forschung und Transfer aus Dortmund zusammen mit seinen Partnern im Rahmen eines Forschungsinfrastrukturprojektes ein neues Kompetenzzentrum in Nordrhein-Westfalen vor.

Im Kampf gegen chronische Krankheiten sollen künftig in den menschlichen Körper eingebaute Mikrochips entscheidend helfen. Daran arbeiten Forscher bei Hahn-Schickard, einer namhaften Forschungsgesellschaft aus Baden-Württemberg.

Ultraschall macht Unsichtbares sichtbar. Mit den Schallwellen, die sich in Frequenzen oberhalb des für Menschen Vernehmbaren bewegen, arbeiten Mediziner seit Jahrzehnten erfolgreich, z.B. um mit Hilfe eines Kontaktmittels das Ungeborene im Mutterleib sehen zu können. Jünger ist der Ultraschall ohne Kontaktmittel, der Luft-Ultraschall. Das Forschungszentrum Ultraschall aus Halle (FZ-U) hat besondere Expertise in der Luft-Ultraschalltechnik. Ein aktuelles Projekt veranschaulicht das.

Der Langzeittransport von Gütern in Verpackungen aus Wellpappe ist ein wachsender Markt. Trotz des steigenden Bedarfs fehlte es bislang an belastbarem Wissen, wie sich die Wellpappe möglichst sicher und gleichzeitig materialeffizient einsetzen lässt. Forscher von der Papiertechnischen Stiftung (PTS) ermittelten deshalb, was Wellpappe aushält.

Sei es Boutique, Outdoor-Shop oder Warenhaus: Für Männer mit großen Größen ist das Angebot an passen-den Kleidungsstücken oft begrenzt. Das liegt daran, dass Bekleidungshersteller bislang nicht auf Größentabellen zurückgreifen konnten. Dank der Ergebnisse eines Forschungsprojekts aus Hohenstein lässt sich das jetzt ändern.

Smarte Textilien für Skirennläufer ermöglichen Top-Leistungen auf der Piste: Bevor für alpine Skirennläufer auf der Piste der Startschuss fällt, gibt es häufig Wartezeiten. Damit die Muskeln zwischen Aufwärmen und Start nicht abkühlen, bietet die moderne Textilforschung eine Lösung: Die innovative Heizhose.

Druckblasen in hydraulischen Maschinen lassen sich von außen messen – mit einem neuen Verfahren, das an der Gesellschaft zur Förderung von Medizin-, Bio- und Umwelttechnologie (GMBU) in Halle entwickelt wurde.

Gewichts- und Kostensenkung sind in vielen Anwendungen Argumente für einen Metallersatz. So auch bei Bipolarplatten für Brennstoffzellen und Redox-Flow-Batterien. Deshalb beschäftigt sich das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen zusammen mit mehreren Projektpartnern mit der Entwicklung maßgeschneiderter Teile für Bipolarplatten, die in der Lage sind, Strom und Wärme zu leiten.

Forscher am Aachener Institut Access haben unterschiedliche Gießverfahren entwickelt, um die Produktionsrouten für Turbinenschaufeln aus Titanaluminid besser gegenüberstellen zu können. Ziel der von Access entwickelten Gießverfahren ist, die Effizienz der einzelnen Herstellungsverfahren vom Fräsen über das Schmieden bis zum Feinguss zu maximieren.

Luftdurchlässige Elektroden aus Textil verschaffen Linderung und Besserung: Klebeelektroden werden in der Medizin oft verwendet. Doch diese luftundurchlässigen Elekt-roden neigen zum Verrutschen. Damit sind sie nicht nur für den Patienten unangenehm. Anlass genug für ein Forscherteam am Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland (TITV) in geförderten Forschungsprojekten die Grundlagen für neue textile Elektroden zu schaffen.

Heute wie gestern ist Deutschland ein Zentrum der Textilwirtschaft. Waren einst Webstuhl und Stickrahmen Sinnbild der Branche, so dreht sich an Traditions-Standorten wie in Sachsen oder Baden-Württemberg in Sachen Nadel, Faden und Stoffe aktuell vieles um die Digitalisierung. Das gilt auch für die voll vernetzte Stickmaschine des Sächsischen Textilforschungsinstituts e.V. (STFI) aus Chemnitz.

Rund 15 % des Energiebedarfs in Deutschland wird für die Erzeugung von Prozesswärme in industriellen Anwendungen benötigt. Dabei sind Hochtemperaturprozesse, wie zur Herstellung von Stahl, Keramik oder auch Silizium, dem Basismaterial für elektronische Bauteile, besonders energieintensiv.  Energiesparen ist für die Unternehmen daher schon aus unternehmerischer Sicht ein großer Anreiz, der zudem massive Umweltvorteile mit sich bringt.

Bei der Produktion von Teppichböden besticht das Regelmäßige – optisch und technisch, wie ein Forschungsprojekt zur Tuftingtechnologie zeigt. Maßgeblich beteiligt: das TFI-Institut für Bodensysteme an der RWTH Aachen (TFI).

Technologische Basis für Ebola-Schnelltest in Bad Langensalza entwickelt: In der modernen Medizintechnik sind kleine, tragbare Geräte für eine schnelle Vor-Ort-Analytik ein Trend, mit dem sich mögliche logistische und technische Probleme einer zentralisierten Diagnostik vermeiden lassen. Mit Expertise auf diesem auch als “Point of Care”-Testsysteme bekannten Gebiet hat sich die fzmb GmbH - Forschungszentrum für Medizintechnik und Biotechnologie in Bad Langensalza einen Namen gemacht.

Neue Verbindungen entstehen im Kleinen. Das gilt auch für die Chemie: Bei der Entwicklung innovativer Stoffe aus bestehenden Elementen oder Verbindungen setzen Forscher zunächst aufs klassische Labor, wo Substanzen in geringen Mengen entstehen. Für den nächsten Schritt, das Überführen der Laborsynthese in den Industriemaßstab, steht in Jena jetzt ein neues Syntheselabor zur Verfügung.

Bei Produktion und Absatz verderblicher Nahrungsmittel spielen hochwertige Verpackungen eine wichtige Rolle. Für einen Verpackungscheck solcher Produkte in der Ernährungswirtschaft hat das Sächsische Institut für die Druckindustrie (SID) aus Leipzig ein nützliches Messgerät entwickelt.

Neue Technik nutzt Glühwürmchen-Effekt bestimmter Erreger: Tadellose Sauberkeit von Arbeitsumfeld und Werkstoffen ist in vielen Branchen unerlässlich. Das gilt nicht zuletzt für Oberflächen. Sauberkeit bedeutet hier allerdings mehr als nur äußerer Glanz. Das wissen auch die Experten der Optotransmitter Umweltschutz Technologie e.V., die eine Kamera zum Aufspüren von Mikroorganismen entwickelt haben.

Leipziger Forscher entwickelten ein bewährtes Verfahren zur Aufbereitung von Biogas: Für eine saubere Energieversorgung benötigt Deutschland künftig nicht nur Strom, sondern auch Gas aus Erneuerbaren Energien. Damit solches Biogas nicht direkt zu Strom verarbeitet werden muss, sondern aufbereitet als Biomethan ins Gasnetz gelangen kann, hat das Institut für Nichtklassische Chemie (INC) aus Leipzig ein bewährtes Verfahren entwickelt.

Im Notfall muss es schnell gehen: Doch Sicherheits- und Rettungsfahrzeuge kommen in Deutschlands Städten häufig nicht so zügig ans Ziel, wie es notwendig wäre. Künftig sollen Rettungsfahrzeuge sicherer und schneller zum Ziel gelangen. Das Institut für Automation und Kommunikation (ifak) aus Magdeburg arbeitet dafür mit mehreren Partnern an Lösungen, die Einsatzfahrzeuge mit Ampeln vernetzen und die Routenplanung verbessern.

Reisebusse gehören zu den umweltfreundlichsten Fahrzeugen – auch weil ihre Bauteile stetig verbessert werden.  Ein Trend ist dabei das Streben nach geringerem Gewicht der Fahrzeuge, was neue Leichtbautechnologien erfordert. Wie solche Technologien zum Einsatz kommen, zeigt das Cetex Institut für Textil- und Verarbeitungsmaschinen aus Chemnitz mit einem neuen Schwenktritt für die Hintertür solcher Busse.

Perspektiven für kostengünstige Fertigungsweise mit innovativer Technik am KUZ in Leipzig entwickelt. Leichtbau ist ein bedeutender Trend in vielen Industriebranchen. Eine neue Verfahrenskombination aus Sandwichspritzgießen und Schaumspritzgießen wurde im Kunststoff-Zentrum Leipzig  (KUZ) entwickelt.

Drei-Länder-Projekt entwickelt biobasiertes Nahtmaterial für Chirurgen: Für den Wundverschluss nach einer Operation könnte bald ein neuartiger Faden zur Verfügung stehen: Biobasiert und bioabbaubar – diese Eigenschaften will ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt in einem chirurgischen Nahtmaterial vereinen.

Echtzeit-Simulationen am ILK Dresden - Rechnen ergänzt messen: Für viele technische Aufgaben müssen Strömungen von Luft, Wasser oder anderen Fluiden angepasst und optimiert werden. Mit Hilfe von Berechnungen lassen sich diese Aufgaben oft schneller und effizienter meistern als im Experiment.

Dank der Kraft der Sonne kann sich Deutschland umweltfreundlich und günstig mit Strom und Wärme versorgen. Mit der richtigen Technik wird die Sonne immer höhere Anteile unseres Energiebedarfs decken. Wie solare Wärme noch günstiger und effizienter eingesetzt werden kann als es bisher schon geschieht, hat das Institut für Solarenergieforschung (ISFH) aus Hameln bei Hannover mit einem neuen, innovativen Konzept für ein Sonnenhaus erfolgreich erprobt.

Das Kühlen bei Sportverletzung geht häufig auf Kosten der Mobilität und lässt sich zudem schlecht regulieren. Diese beiden Nachteile vermeidet eine Neuentwicklung aus der Gesundheitsforschung, die am Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut an der Universität Tübingen (NMI) entstanden ist.

Innovation aus Pirmasens für Senioren und Menschen mit Bewegungseinschränkung: Schuhe gehören zu den ältesten Kleidungsstücken. Seit jeher schützen und helfen sie den Menschen. Auch im Zeitalter motorisierter Mobilität, da Fahrzeuge unser Leben prägen, bleibt gutes Schuhwerk unverzichtbar für Gesundheit und hohe Lebensqualität.

Erstmals ist Laserstrahlschweißen mit Orbitaltechnik auf der Baustelle im freien Gelände gelungen: Für die Energieversorgung Europas bleibt Erdgas ein wichtiger Bestandteil. Während Deutschland für den Rohstoff auf Importe angewiesen ist, kommt Hochtechnologie für die Netz-Infrastruktur aus dem eigenen Land, so für das Schweißen von Pipelines.

Mit 3D-Drucken könnte sich künftig zerstörtes Gewebe ersetzen lassen - Neuartige Kollagen-Tinten aus Freiberg eignen sich für medizinische Anwendungen: Mit 3D-Druckern lassen sich künftig nicht nur dreidimensionale Werkstücke für die Industrie herstellen. Auch in der Medizintechnik, so in der Zelltherapie, bieten solche Geräte perspektivisch großes Potenzial, und zwar nicht zuletzt für die Gewinnung von lebendem Gewebe. Das zeigen aktuelle Arbeiten am Forschungsinstitut für Leder und Kunststoffbahnen (FILK) in Freiberg.