Aktuelles aus der Zuse-Gemeinschaft: Stöbern Sie in unserem Newsroom durch die Nachrichten aus unseren Instituten, informieren Sie sich über deren Forschung und lernen Sie die Menschen kennen, die zukunftsweisend für Innovationen und Transfer sorgen. Je nach Interesse können Sie sich die Inhalte sortiert und getrennt anzeigen lassen.
News aus den Instituten
Das Weiterbildungsstudium Kautschuktechnologie (WBS) ist einjähriges berufsbegleitendes Zertifikats - Studium (2 Semester) der Leibniz Universität Hannover bestehend seit 1985 am Deutschen Institut für Kautschuktechnologie e. V. in Hannover - einzigartig weltweit – in enger Zusammenarbeit mit dem wdk, der DKG und dem ADK, Anmeldung erfolgt über den wdk (Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie).
News aus den Instituten
Zur Weiterentwicklung seiner Forschungs- und Transferaktivitäten hat das Institut für Holztechnologie Dresden (IHD) Dr. Andreas Fischer zum Forschungskoordinator und Marco Mäbert zum Transferkoordinator bestellt.
News aus den Instituten
Die Verarbeitung von Post-Consumer-Rezyklaten (PCR) stellt die Kunststoffindustrie weiterhin vor erhebliche prozesstechnische Herausforderungen. Insbesondere steigende Rezyklatquoten führen zu erhöhten Materialschwankungen und damit zu instabilen Spritzgießprozessen sowie erhöhtem Ausschussaufkommen. Im Forschungsprojekt Rezi-KI entwickeln das Kunststoff-Zentrum SKZ und der KI-Spezialist plus10 eine datengetriebene Lösung zur automatisierten Stabilisierung solcher Prozessschwankungen.
Ziel von Rezi-KI ist es, die Verarbeitung von PCR-Materialien prozesstechnisch auf ein Stabilitätsniveau zu bringen, das mit Neuware vergleichbar ist. Hierzu kommen KI-basierte Prognosemodelle zum Einsatz, die aus Prozess- und Materialdaten eine Ausschusswahrscheinlichkeit in Echtzeit berechnen. Auf dieser Grundlage werden dynamische Empfehlungen zur Anpassung von Prozessparametern generiert.
Dadurch sollen Bauteilqualität stabilisiert, Zykluszeiten optimiert und der Energieeinsatz reduziert werden. Gleichzeitig trägt der Ansatz dazu bei, die industrielle Nutzung von Rezyklaten wirtschaftlich robuster zu gestalten und den CO₂-Fußabdruck in der Kunststoffverarbeitung zu senken.
Vollvernetzte Spritzgießzelle als Datenbasis
Für die Umsetzung wurde am SKZ eine vollständig vernetzte Spritzgießzelle aufgebaut, in der sämtliche prozessrelevanten Daten zyklusgenau erfasst und zusammengeführt werden. Dies umfasst sowohl Maschinendaten als auch Informationen aus Heißkanal, Werkzeug und Temperierung sowie Qualitätsmerkmale wie Entformungstemperatur und Bauteilgewicht.
Ergänzend wird der Energieverbrauch einzelner Hauptverbraucher erfasst, um eine umfassende datenbasierte Bewertung des gesamten Prozesses zu ermöglichen. Die Datenkommunikation basiert auf einer durchgängigen Integration von OPC UA und MQTT, wodurch eine direkte Rückkopplung zwischen Prozessparametern und Bauteilqualität ermöglicht wird.
Werkzeugtechnologie und kavitätenbezogene Regelung
In Zusammenarbeit mit dem Werkzeugbauer GHD Präzisionsformenbau wurde ein spezielles 2-Kavitäten-Klemmbausteinwerkzeug entwickelt, das gezielt für die Untersuchung von Materialschwankungen ausgelegt ist. Ein integrierter Fließindikator ermöglicht dabei die differenzierte Analyse des Füllverhaltens.
Das eingesetzte Heißkanalsystem von EWIKON ist mit einem servoelektrischen Nadelverschluss ausgestattet, der über das motion CONTROL System geregelt wird. Im Rahmen des Projekts wurde dieser Nadelverschluss zusätzlich für eine externe softwarebasierte Ansteuerung geöffnet.
Damit ist es möglich, Material- und Füllschwankungen nicht nur über klassische Maschinenparameter, sondern auch kavitätenbezogen über den Nadelhub des Heißkanalsystems gezielt auszugleichen.
Integration von Materialdaten und digitalen Infrastrukturen
Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Einbindung von Materialdaten. Da Rezyklatchargen naturgemäß stärkeren Schwankungen unterliegen, werden chargenspezifische Messwerte direkt in die KI-Modelle integriert. Perspektivisch ist vorgesehen, diese Daten über API-basierte Schnittstellen unmittelbar von Materiallieferanten bereitzustellen.
Unterstützt wird dieser Ansatz durch entstehende industrielle Datenräume, wie sie im Kontext von Manufacturing-X sowie Initiativen wie MaterialDigital entwickelt werden.
Erste Demonstration an SKZ-Technologietag
Projektleiter Jakob Schüder betont die Bedeutung des Vorhabens: „Rezi-KI zeigt, wie künstliche Intelligenz eine Schlüsselrolle in der nachhaltigen Kunststoffverarbeitung einnehmen kann. Unser Ziel ist es, die Verarbeitung von Post-Consumer-Rezyklaten trotz teils erheblicher Materialschwankungen genauso stabil und effizient wie bei Neuware zu gestalten. Besonders danken wir unserem Projektpartner plus10, dessen KI- und Softwarekompetenz diesen innovativen Ansatz wesentlich unterstützt.“
Die laufenden Versuchsreihen dienen derzeit der Validierung der entwickelten KI-Modelle. Erste Ergebnisse der KI-gestützten Prozessregelung sollen am SKZ-Technologietag am 25. Juni 2026 in Würzburg anhand des Klemmbausteinwerkzeugs demonstriert werden.
Das Projekt wird im Rahmen des BayVFP gefördert.
Pressmitteilung des SKZ vom 11.05.2026.
News aus den Instituten
Das Kunststoff-Zentrum SKZ in Würzburg erweitert sein Dienstleistungsportfolio im Bereich Materialprüfung. Mit der Abriebtrommel, die bereits erfolgreich für Prüfungen nach DIN EN ISO 22182 eingesetzt wird, erschließt das Prüflabor künftig zahlreiche zusätzliche Anwendungsfelder über den bisherigen Einsatzbereich hinaus
News aus den Instituten
Mit der Herstellung von Stapelfasergarnen aus Zellulose gehen die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) einen neuen Weg.
News aus den Instituten
Das Kunststoff-Zentrum SKZ plant den Start eines neuen Wegbereiter-Projekts, das die Simulation von Duroplasten einfach zugänglich machen soll. Unter dem Titel „Materialdaten für die Simulation von Duroplasten – einfach, praxisnah, wertvoll“ erarbeiten SKZ-Experten gemeinsam mit interessierten Industriepartnern einen standardisierten und praxistauglichen Ansatz, um Materialdaten effizient zu ermitteln und für Simulationen nutzbar zu machen.
News aus den Instituten
Bauteilgrößen, steigende Nachweispflichten und ein wachsender Automatisierungsgrad verändern die zerstörungsfreie Prüfung grundlegend. Was lange als begleitender Qualitätsschritt galt, entwickelt sich zunehmend zu einem integralen Bestandteil der fertigungstechnischen Prozesskette.
News aus den Instituten
Antimikrobielle Resistenzen (AMR) gehören zu den größten Gesundheitsgefahren unserer Zeit. In Europa sterben jedes Jahr rund 35.000 Menschen an Keimen, gegen die viele Antibiotika nicht mehr wirken.
News aus den Instituten
Das Kunststoff-Zentrum SKZ baut sein Engagement im Bereich Nachhaltigkeit weiter aus und reagiert damit auf die steigenden regulatorischen Anforderungen in der Baubranche.
News aus den Instituten
Am Europäischen Zentrum für Dispersionstechnologien (EZD) in Selb ist ein Projektbüro des neuen Bayerisch Tschechischen Nanotechnologiezentrums eingerichtet worden.
News aus den Instituten
Kunststoffprodukte sind häufig über Jahre hinweg intensiven Umweltbedingungen ausgesetzt. UV-Strahlung, Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit können Materialien verändern und ihre Funktion beeinträchtigen.
News aus den Instituten
Werkstoffe aus heimischen, nachwachsenden Rohstoffen reduzieren CO₂-Emissionen, vermeiden Mikroplastik und ermöglichen geschlossene Stoffkreisläufe.
News aus den Instituten
Das Kunststoff-Zentrum SKZ hat das regionale Treffen der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) für ehrenamtlich engagierte Mitglieder aus Bayern und Baden-Württemberg erfolgreich ausgerichtet. Die Veranstaltung am 17. März 2026 stand ganz im Zeichen von Austausch, Zukunftsthemen und praxisnahen Ansätzen – getragen von starkem Qualitätsbewusstsein und gelebter Kooperation.
News aus den Instituten
Rund 1,6 Millionen Tonnen Munition aus den Weltkriegen liegen in Nord- und Ostsee. Die Hüllen korrodieren fortwährend, wodurch zum einen toxische Substanzen ins Meer gelangen und zum anderen die Detonationsgefahr steigt. Das LZH hat ein laserbasiertes Verfahren entwickelt, das nicht transportfähige, bezünderte Munition unter Wasser schonender entschärfen kann. Damit sollen zukünftig Tiere und Umwelt geschützt und kostenintensive Schutzmaßnahmen überflüssig werden.
News aus den Instituten
Das Kunststoff-Zentrum SKZ erweitert sein Angebot im Bereich Digitalisierung und bietet aktuell vier neue Kurse zum Einsatz digitaler Technologien bis hin zur Entwicklung eigener Anwendungen an. Ergänzend unterstützt das Institut Unternehmen mit Prozessanalysen, KI-gestützten Systemen und individuellen Softwarelösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
News aus den Instituten
Gerade bei der Verarbeitung von Thermoplastischen Elastomeren, Silikonelastomeren und optischen Kunststoffoberflächen fallen oft hohe Rüst- und Reinigungskosten an. Diese führen zu längeren Stillstandzeiten, binden Kapazitäten und erhöhen den Ausschuss.
News aus den Instituten
Wann hat man schon mal die Gelegenheit, gleich vier Parlamentarier auf einen Schlag zu begrüßen? Auf ihrer gemeinsamen Wahlkreistour durch den Thüringer Südosten machten die CDU-Bundestagsmitglieder aus dem Freistaat am Dienstag am Thüringischen Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung in Rudolstadt Station.
News aus den Instituten
Mikroplastik findet sich inzwischen nahezu überall bis in entlegene Gebiete der Antarktis. Über die Nahrungskette gelangt es in den menschlichen Körper.