Erfolgsgeschichten

Leipziger Forscher entwickelten ein bewährtes Verfahren zur Aufbereitung von Biogas: Für eine saubere Energieversorgung benötigt Deutschland künftig nicht nur Strom, sondern auch Gas aus Erneuerbaren Energien. Damit solches Biogas nicht direkt zu Strom verarbeitet werden muss, sondern aufbereitet als Biomethan ins Gasnetz gelangen kann, hat das Institut für Nichtklassische Chemie (INC) aus Leipzig ein bewährtes Verfahren entwickelt.

Es handelt sich um die Aminwäsche, bei der Laugen helfen, das im Gas enthaltene Kohlendioxid vom Biomethan zu trennen, das dann je nach Bedarf zum Heizen, Kochen, Autofahren oder für die Stromerzeugung genutzt werden kann.

Den INC-Forschern gelang es in Kooperation mit mehreren mittelständischen Unternehmen,   die Aminwäsche so weiterzuentwickeln, dass der Trennprozess unter Normaldruck (bis maximal 100 mbar Überdruck) mit hoher Energieeffizienz durchgeführt werden kann. Neben der eigentlichen Gastrennung passten die innovativen Entwickler außerdem vor- und nachgeschaltete Gasbehandlungstechnologien an das neue Anwendungsgebiet an, so die Entschwefelung und die Methantrocknung.

Erfolgreich am Markt eingeführt
Mit dieser Technologie wurden vom Kooperationspartner und dessen Lizenznehmern mittlerweile über 35 Anlagen mit einer Kapazität zur Produktion von 50 bis 1.600 Normkubikmeter (Nm3) Biomethan pro Stunde installiert. Zum Vergleich: 1 Nm3 Biomethan hat einen Energiegehalt von rund 10 Kilowattstunden (kWh). Mittels Aminwäsche werden laut INC in Deutschland zurzeit knapp 114 Millionen Normkubikmeter Biomethan pro Jahr erzeugt. Damit können etwa 300.000 Haushalte mit Energie versorgt werden. Alternativ ist auch die Nutzung des Biomethans für andere Anwendungen möglich. Für die Entwicklung wurde das INC zusammen mit der DGE GmbH mit dem Innovationspreis der TU Chemnitz „wissen.schafft.arbeit“ ausgezeichnet.

Das INC ist Mitglied in der Zuse-Gemeinschaft, einem Zusammenschluss von mehr als 70 privatwirtschaftlich organisierten Forschungseinrichtungen.

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