Erfolgsgeschichten

Druckblasen in hydraulischen Maschinen lassen sich von außen messen – mit einem neuen Verfahren, das an der GMBU in Halle entwickelt wurde.

Viele hydraulische Maschinen wie z.B. Abwasserpumpen arbeiten ständig mit Flüssigkeiten in ihrem Innern. Dort neigen diese Flüssigkeiten je nach Temperatur, Beschaffenheit und Bewegung in der Maschine zur Bildung von Hohlräumen, die man auch als Dampfblasen bezeichnet. Das Platzen solcher Blasen wiederum führt zu Druckschwankungen in der Maschine, die ihrerseits Bauteile beanspruchen. In der Fachwelt spricht man von Kavitation. Ihre Folgen reichen von kurzzeitigem Strömungsabriss in Pumpen bis zu ernsthaften Schäden an Bauteilen, weshalb eine stetige Überprüfung der Maschinen ratsam ist.


Ins Innere hineinhorchen
Um Stillstandszeiten bei solchen Kontrollen zu vermeiden, bieten sich Prüfverfahren an, bei denen ein Eindringen in die Maschine vermieden wird. Die Gesellschaft zur Förderung von Medizin-, Bio- und Umwelttechnologien (GMBU) in Halle/Saale arbeitet an Methoden mit dem Ziel, Kavitation im laufenden Betrieb festzustellen und weitergehend ihre erosive Wirkung einzuschätzen. Vergleichbar ist die Methode mit einem Stethoskop, das ins Innere der Maschinen hineinhorcht. Die GMBU nutzt dafür sogenannte Körperschallsensoren. Diese wiederum arbeiten mit hoher Frequenzbandbreite.

Der Sensor wird außen an Maschinen oder Armaturen befestigt. Die abgehörten Signale können dann ausgewertet werden. Auf dieser Basis bietet die GMBU Herstellern von Maschinen und Armaturen von Ventilen, Pumpen und Turbinen genaue Prüfmethoden an. Die Auswertungen ermöglichen Angaben zur Kavitationsintensität.

Die GMBU ist Mitglied in der Zuse-Gemeinschaft, einem Zusammenschluss von mehr als 70 privatwirtschaftlich organisierten Forschungseinrichtungen.

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