„In einer Zeit, in der Industrie 4.0 und das Internet der Dinge Teil der öffentlichen Diskussion sind, fällt es leichter, die Rolle der Automation in Wirtschaft und Gesellschaft zu verdeutlichen.“ So der Institutsleiter des Magdeburger Forschungsinstituts für Automation und Kommunikation e.V. (ifak), Prof. Ulrich Jumar, bei der 39. Kuratoriumssitzung des Instituts ifak der Zuse-Gemeinschaft am 12.10.2017 in Magdeburg. Jährlich erstattet der Institutsvorstand dem 20 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung umfassenden Kuratorium Bericht zur Forschung und zur wirtschaftlichen und personellen Entwicklung des ifak. Vorsitzender des Gremiums ist Prof. Jens Strackeljan, Rektor der Otto-von-Guericke-Universität (OVGU), Stellvertreter sind Klaus Olbricht, Präsident der IHK Magdeburg, und Dr. Dieter Scheidemann, Beigeordneter der Landeshauptstadt.

Theorie und Technologie der Automatisierung sind Gegenstand von Forschungsprojekten, die das An-Institut der Universität mit seinen rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf EU-, Bundes- und Landesebene durchführt und dafür jährlich Mittel von rund fünf Millionen Euro einwirbt. An der Technologieentwicklung arbeiten Experten der Informations- und Kommunikationstechnik, der Automation, Mess- und Regelungstechnik. Die Anwendung richtet in den Geschäftsfeldern Wasser & Energie und Verkehr & Assistenz des ifak auf Bedarfsfelder von gesellschaftlichem Interesse.

Die Leitung des Geschäftsfeldes Verkehr & Assistenz im ifak wurde zum 1.9.2017 Prof. Hartmut Zadek übertragen. Als Hochschullehrer ist er Leiter des Lehrstuhls für Logistik am Institut für Logistik und Materialflusstechnik (ILM) an der OVGU. „Mit Prof. Zadek möchten wir die Verbindungen zur OVGU ausbauen und neue Felder in der angewandten Forschung erschließen“, erläutert Jumar dem Kuratorium.

Das Geschäftsfeld des ifak beschäftigt sich neben intelligenten und kooperativen Verkehrssystemen auch mit den Einsatzmöglichkeiten von technischen Assistenzsystemen z.B. im Gesundheitswesen. Mit prototypischen Lösungen wie dem intelligenten Leitkegel oder Schnittstellen zur Datenkommunikation zwischen Fahrzeugen sowie zwischen Fahrzeugen und Verkehrsinfrastruktur gelingt die Praxisnähe bei Zukunftsthemen wie dem automatisierten Fahren. Zadek, der 2008 an die OVGU berufen wurde, widmet sich neben der Ausbildung im überregional bekannten Bachelor- und Masterstudiengang „Wirtschaftsingenieur Logistik“ insbesondere den Forschungsfeldern der Intralogistik, der Verkehrslogistik und Mobilitätslösungen. Er sieht in der neuen Verbindung wechselseitige Chancen. So können die Kommunikationslösungen des ifak in intralogistische Lösungen zum automatisierten Materialtransport auf dem Werksgelände einfließen. Und umgekehrt geben die Mobilitätslösungen des Logistiklehrstuhls einen Anwendungsrahmen für die prototypischen Lösungen des ifak.  „Aufgrund der synergetischen Kompetenzen wird es gemeinsam leichter fallen, Lösungen für intelligente Verkehrssysteme zu entwickeln, sowohl für die Industrie als auch in Forschungsprogrammen von Land, Bund und EU“, so Zadek.

ifak-Pressemitteilung vom 13. Oktober 2017

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